Unser April-Vortrag entführte uns in die Welt der Wirtschaft. Unser Referent Jörg Jubelt, Abteilungsdirektor Private Banking und Unternehmerkunden bei der DONNER & REUSCHEL-Gruppe in Düsseldorf, stellte uns in seinem Vortrag „Perspektiven 2026 – Die neue geopolitische Weltordnung und ihre Folgen“ aktuelle Einflussfaktoren für Wirtschaft und Märkte dar. Durch die Eskalation des Iran-Kriegs sei die Straße von Hormus der derzeit verwundbarste Engpass der Weltwirtschaft. Den Ausführungen Jubelts nach passieren ca. 20% der weltweiten Rohöl- und LNG-Transporte diese Meerenge. Zudem stocken Lieferungen für Düngemittel und andere wesentliche Rohstoffe.

Das Problem: Ja länger dieser Transportweg weitgehend gesperrt bleibt, umso stärker wird Wachstum gebremst und die Inflation befeuert. In diesem Zusammenhang stellte Jörg Jubelt die derzeit relevanten Fragestellungen in den Raum: Die Dauer des aktuellen Konflikts, daraus resultierende Auswirkungen auf die Lieferketten und die politische Stabilität dieser Region. Vor allem für die USA, aber auch für europäische Nationen, gibt es mehrere Anreize, den Krieg zu beenden: Hohe Kosten sowie steigenede Staatsschulden, hohe Ölpreise und für Donald Trumps die Ergebnisse der anstehenden Mid-Term-Elections. Durch den Krieg sind die Umfragewerte Trumps stark sinkend. 

Positiv hob der gelernte Bankkaufmann Jubelt das Mercosur-Abkommen hervor, das als Interims-Abkommen zum 01. Mai 2026 vorläufig in Kraft treten werde. Aktuell steht die Zustimmung des Europäischen Parlaments steht noch aus. 

Nach seinem Vortrag beantwortete der Referent noch zahlreiche Fragen aus dem Kreis der Mitglieder und Gäste, bevor alle zum Get-together zusammen kam, um in kleinen Gruppen zu netzwerken. Die vom Club erstmals für einen Vortrag genutzte Kantine des Polizeipräsidiums sowie das Catering von Paul Bednarczyk kamen bei allen Teilnehmern sehr gut an.